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Klimaanlage selber bauen

In Ihrer Wohnung herrschen tropische Temperaturen? Duschen und lüften helfen nicht mehr? Der Klimawandel macht sich auch in Deutschland bemerkbar. Entweder ist es zu kühl oder glühend heiß – von angenehmen Temperaturen keine Spur mehr. Dann muss eine Klimaanlage her – nur die ist leider auch sehr teuer. Wie Sie eine Klimaanlage selber bauen, schildern wir nachfolgend.

DIY Klimaanlage für lau

In der oben geschilderten Situation ist oftmals Einfallsreichtum gefragt. Oft hapert es nicht an der Idee, sondern an der Umsetzung. Die Zutaten für die nachfolgend geschilderte Klimaanlage in Eigenbau sind schnell aufgetrieben. Für die selbst gebaute Klimaanlage benötigen Sie lediglich eine ausrangierte Kühlbox, ein Abflussrohr und einen Ventilator. Bereits nach einer halben Stunde ist mit etwas handwerklichem Geschick die Klimaanlage funktionsbereit. Wird der Ventilator dann auch noch anstatt mit Strom aus der Steckdose mit einem Solarpanel betrieben, muss auch der Stromzähler nicht rotieren.

Sie benötigen:

  • Kühlbox oder Box aus Styropor
  • Ventilator
  • Dosen aus Aluminium (Getränkedosen)
  • Pappbecher
  • Eis
  • Säge
  • Schraubendreher
  • Cutter
  • Filzstift
  • Schraubendreher
  • Paket Klebeband

Anleitung Klimaanlage zum Selberbauen – So klappt‘s

  1. Setzen Sie den Ventilator auf die Kühl- oder Styroporbox und fahren Sie die Außenumrisse mit einem Filzstift nach. So können Sie den markierten Bereich leicht ausschneiden. Denken Sie daran, die Schnittkanten nachzuschleifen. Anschließend wird der Ventilator erneut auf dem Deckel der Box aufgesetzt und festgeklebt. Achten Sie darauf, dass an den Verbindungsstellen keine Luft entweichen kann. Kleinere Risse oder Verbindungsnähte müssen sie mit Klebeband versiegeln.
  2. Da Aluminium Wärme und Hitze besonders gut leitet, bieten sich Aluminiumdosen oder Getränkedosen an, um die Luft mit Hilfe von Eis herunter zu kühlen. Befüllen Sie hierfür einige Dosen mit Eis, sodass sich diese gut abkühlen. Die Dosen sollten von ihren Deckeln befreit sein und an den Wänden über Schlitze verfügen. Weiten Sie die Dosenschlitze mit einem Schraubendreher aus. Bearbeiten Sie anschließend alle entstandenen Schnittkanten mit Schleifpapier – das dient Ihrer eigenen Sicherheit. Stellen Sie die Dosen anschließend in die präparierte Kühlkiste.
  3. Auch die Kühlbox müssen Sie seitlich mit Löchern versehen, damit aus ihr kühle Luft entweichen kann. Um ein Herauslaufen des Schmelzwassers zu vermeiden, sollten Sie mit dem Cuter in die Kühlbox nur kleine Schlitze schneiden, die in etwa auf Höhe der Dosen sind. Achten Sie darauf, dass es nicht zu viele Löcher sind, denn sonst wird die Isolierung gefährdet und das im Inneren befindlichen Eis schmilzt zu schnell.
  4. Wenn Sie den Kühleffekt länger haben möchten, sollten Sie Pappbecher mit Wasser füllen und ins Gefrierfach stellen. So haben Sie jederzeit Eis zum Nachfüllen, wenn es in den Dosen zur Neige geht.
  5. Im letzten Schritt müssen Sie nur noch die Funktionstüchtigkeit überprüfen. Schalten Sie den Ventilator ein und kontrollieren Sie, ob die Luft, die der Box entweicht, kühl ist. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie noch mehr Eis nachfüllen. Kommt hingegen zu wenig Luft aus der Box oder entsteht sogar ein Unterdruck, sollten Sie die seitlichen Löcher vergrößern, bis der Luftstrom ideal ist.

Funktionstest: Test bestanden

Haben Sie sämtliche Schritte unserer Anleitung eingehalten, sollte die Funktionsfähigkeit kein Problem darstellen und die DIY Klimaanlage in etwa 30 Minuten fertig sein. Die Klimaanlage senkt die Temperatur in einem kleinen Raum um etwa drei Grad. Bei einer Temperatur von rund 28 Grad Celsius sollte die Anlage etwa drei Stunden kühlen. Danach sind die Eiswürfel geschmolzen und müssen nachgefüllt werden.

Das Klimagerät Marke Eigenbau schont aber nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Besonders dann, wenn der Ventilator nicht mit Strom, sondern mit Solarenergie betrieben wird. Auch die Energie, die zur Herstellung der Eiswürfel erforderlich ist, belastet die Umwelt kaum.


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