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Klimaanlage für Wohnung

So sehr sich die regenverwöhnten Deutschen auch über Sommerwetter freuen: Erhöht sich bei großer Hitze die Temperatur in der Wohnung dermaßen, dass selbst Lüften in der Nacht kaum mehr Abkühlung bringt, entsteht oftmals der Wunsch nach einer Klimaanlage. Diese hat allerdings immer noch den Ruf als Stromfresser. Wir zeigen, welche Modelle besonders für Wohnungen geeignet sind und schildern die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Welche Aufgaben hat eine Klimaanlage?

Eine Klimaanlage für eine Wohnung ist in erster Linie dazu da, um die Räume auf eine gewünschte Temperatur herunter zu kühlen. Aus gesundheitlichen Gründen sollte der Unterschied zwischen der Außentemperatur und der Temperatur in der Wohnung nicht höher als etwa sechs Grad Celsius liegen. Damit die Klimaanlage für die Wohnung auch die gewünschte Raumkühlung erreicht, sollte vor dem Kauf eine Kühllastrechnung erfolgen, die ein Fachmann erledigt oder die Verbraucher auch selbst mit entsprechenden Rechnern auf den Portalen der Klimaanlagen Gerätehersteller durchführen können. Die Kühllastrechnung berechnet den individuellen Kühlbedarf, welcher von folgenden Faktoren abhängt:

  • Raumvorgaben
  • Wärmequellen
  • Sonneneinstrahlung
  • weitere Parameter

Das Ergebnis erleichtert die Suche nach einem passenden Gerät. Doch eine Klimaanlage für Wohnungen leistet deutlich mehr, als nur Kühle auf Knopfdruck. Denn sie reguliert die Feuchtigkeit und filtert zudem die Luft in den Räumen. Diese Luftentfeuchtung sowie die Filterung von Staub und Pollen vermindert gleichzeitig das Infektionsrisiko in der Wohnung.

Klimaanlage für Wohnung: Diese Klimagerätemodelle gibt es

Wer sich für die Wohnung eine Klimaanlage anschaffen möchte, hat prinzipiell die Wahl zwischen Splitgeräten und Monoblockgeräten. Splitgeräte sind zweiteilig: Hier befindet sich der Kompressor nicht in den Räumen, sondern im Freien. Der große Vorteil dieser Lösung: die Lärmentwicklung findet auch im Freien statt. Das kann allerdings auch einen großen Nachteil mit sich bringen, da unter Umständen die Nachbarn vom Lärm belästigt werden. Beide Teile der Klimaanlage sind mit einem Schlauch miteinander verbunden, wodurch auch immer ein Mauerdurchbruch erforderlich ist.

Monoblock Klimaanlagen hingegen bestehen aus einem einzigen Teil, welches meistens auf Rollen sitzt und klein und kompakt ist. Der Nachteil: die warme Luft wird über einen Abluftschlauch nach außen befördert. Dies erfolgt entweder durch einen Fensterspalt oder eine Türöffnung. Dabei strömt aber auch warme Luft wieder ins Innere des Zimmers, wodurch mobile Klimaanlagen nicht so effizient arbeiten wie Splitgeräte. Auch Splitgeräte gibt es mobil, doch am besten sind fest installierte Anlagen. Diese Klimavariante besteht ebenfalls aus jeweils einem Außen- und Innengerät und eignet sich besonders gut für größere Zimmer. Allerdings ist diese Klimaanlagenform nicht nur in der Anschaffung am teuersten, sondern verursacht auch die höchsten Umbaukosten.

Generell sind mobile Klimaanlagen deutlich günstiger als fest installierte. Qualitativ hochwertige Anlagen bewegen sich etwa zwischen 200 und 1000 Euro. Dabei sind Monoblockgeräte günstiger als Splitgeräte und fest installierte Klimaanlagen nochmals deutlich teurer, da sie ausschließlich von einem Fachmann eingebaut werden können.

Vorteile einer Klimaanlage für die Wohnung

Egal ob in den eigenen vier Wänden oder im Büro: Übersteigt die Raumtemperatur eine bestimmte Grenze, lässt die Leistungsfähigkeit und Konzentration rapide nach – gemäß den Experten bei 33 Grad Celsius um durchschnittlich 50 Prozent.

Eine Klimaanlage sorgt daher durch die Abkühlung der Zimmer auf eine empfohlene Raumtemperatur auch dafür, dass die Bewohner sich nicht nur wohler fühlen, sondern auch besser arbeiten können. Dank ihrer Rollen lassen sich mobile Klimageräte in jedem x-beliebigen Raum verwenden, sind flexibel und einfach zu installieren. Ein weiterer Vorteil: Sie arbeiten mit Propan oder chlorfreien Kältemittelmischungen, die die Ozonschicht nicht angreifen. Außerdem sind inzwischen auch moderne Ökogeräte auf dem Markt.

Nachteile einer Klimaanlage für die Wohnung

Der augenscheinlich größte Nachteil einer Klimaanlage ist der Preis. Dabei ist nicht nur der Anschaffungspreis gemeint, sondern auch die Betriebskosten. Zwar gibt es bereits Klimaanlagen für unter 100 Euro, jedoch je nach Qualität und Hersteller kann der Preis deutlich 1000 Euro übersteigen. Insbesondere fest installierte Anlagen kosten hiervon noch einmal ein Vielfaches. Zudem ist die Montage durch einen Fachmann erforderlich.

Ein weiteres Problem: Viele Klimageräte versprechen mehr als sie können und schaffen die gewünschte Abkühlung entweder nur mit einer sehr langer Laufzeit oder nur in kleinen Räumen. Dann wird die Klimaanlage auch tatsächlich zu einem Stromfresser. Gemäß der Deutschen Energie-Agentur verursacht eine Klimaanlage bei regelmäßigem Betrieb bis zu 120 Euro jährlich an Stromkosten. Ein weiterer Nachteil ist der Geräuschpegel, den die Kompressoren bei der Abkühlung der Luft verursachen. Zwar sind mehrteilige Splitgeräte in den Räumen leiser, dafür befindet sich der Kompressor im Freien und verursacht dort lästige Betriebsgeräusche.


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